Entscheide dich für Vertrauen. So lange, bis du dem Vertrauen vertraust.

Gehörst du zu den Menschen, denen es leicht fällt, im Vertrauen zu bleiben? Oder schiebt sich bei dir gerne eine Wolke aus Angst oder Zweifeln vor das Vertrauen?

Ich gehörte eher zur zweiten Gruppe von Menschen. Aus einem Bestreben nach Sicherheit und Kontrolle über eine Situation meldeten sich im „Problemfall“ allerlei Alarmglocken. Vor allem in neuen Situationen im Leben. Diese Eigenschaft bescherte mir neben einem sehr guten Radar im Scannen von Risiken zwar auch ein sehr gutes Potential, vielerlei Lösungsansätze im Voraus durchzuspielen. Jedoch war dies häufig mit einer deutlichen Anspannung, also Stress verbunden.

Nun rate, was passiert, wenn mehrere herausfordernde Situationen aufeinandertreffen oder in enger zeitlicher Abfolge geschehen. Ja, genau. Hoher Stress für Körper und Seele, eine Menge Energie geht verloren.

Was war passiert?

Ich hatte mich auf meinen Verstand beschränkt und meiner Angst geglaubt. Ich hatte das Vertrauen vergessen.

Und dabei sind Vertrauen und Angst wie zwei Pole einer Energie. Die eine Seite warnt und blockiert, die andere lässt uns sanft und offen im Fluss des Lebens und in unserer Energie bleiben.

Heute schaue ich mir die Angst bewusst an und höre, was sie mir sagen will. Daraus kann ich Fragen ableiten, die mir für eine Lösung helfen. Ich tue also, was ich kann und was mir im Moment als nötig erscheint. Wobei die Energie der Angst dann durchaus immer noch da sein kann. Und an dieser Stelle mache ich folgendes:

Ich fühle die Angst, die Energie der Angst. Ich fühle sie, wie eine Welle, die meine Füsse umspült. Und wie bei einer Welle kann die Energie der Angst-Welle dadurch auslaufen. Sie erstarrt nicht, blockiert mich nicht. Und dann steige ich aus dem Meer heraus. Genau in dem Moment, wo die Angst gefühlt ist, entscheide ich mich bewusst für Vertrauen. Das Meer der Angst ist möglicherweise immer noch hinter mir. Aber ich bleibe bei meiner Entscheidung für Vertrauen. Ich lasse mich nicht hinausspülen ins Meer der Angst. Es mag sein, dass mich noch ein paar Wellen erreichen. Aber ich habe das Element gewechselt und stehe im Vertrauen.

Dieses Gefühl des Vertrauens kommt ganz tief aus mir selbst. Es ist da. Es fühlt sich friedlich, geborgen, zuversichtlich und sicher an. Es öffnet statt zu schliessen. Oft habe ich schon erlebt, wie plötzlich im Aussen Hilfe kommt, sich Dinge wandeln oder ich in einem Annehmen bleiben kann, dass alles gut ist, wie es eben gerade passiert. Ich habe ja getan, was ich tun konnte. Für den Rest kann ich vertrauen.

Entscheide dich also bewusst für Vertrauen. So lange, bis du dem Vertrauen vertraust. Es lohnt sich.

Hast du auch bereits die Erfahrung gemacht, wie es sich anfühlt zu vertrauen, statt in Angst zu bleiben? Was hat sich dadurch verändert für dich? Oder fällt es dir schwer, ins Vertrauen zu kommen? Wenn du möchtest, lass´uns teilhaben an deiner Erfahrung.

Alles Liebe & Vertrauen!

2 Kommentare
  1. Veronika sagte:

    Angst und Zweifel – ja die sind mir auch bekannt. Um das (uns ja allen angeborene) Urvertrauen wieder zu finden, gehe ich in die Natur, lege mich auf den moosigen Waldboden und weiß: ich darf vertrauen, ich bin Teil dieses Universums und alles wird gut.

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    • Roswitha
      Roswitha sagte:

      Das ist ein feiner Weg, Veronika. So wie man sich auf den moosig-weichen Waldboden betten kann, liegt man auch im Vertrauen weich. Und dann mit nach Hause nehmen in den Alltag – also das Vertrauen, oder auch noch das Moos.

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